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Pflanztöpfe mulchen oder  begrünen 2023.01.23

Wer Pflanzen in Topfquartier hält, weiß, wie lästig es ist,  immer wieder die unerwünschten Beikräuter zu entfernen. Ich räume gerne ein, dass ich diese unangenehme, nur händisch vorzunehmende Aufgabe oft  hinauszögere. Desto mühseliger wird freilich die Arbeit später. Es ist kaum vorstellbar wie viele Graspflänzchen sich in einem Pflanztopf niederlassen können. Am schwierigsten zu beseitigen ist aber der tiefwurzelnde und wuchernde Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) mit seinen rötlichen Glückskleeblättchen den kleinen gelben Blüten. Da tröstet es nicht, dass man ihn essen kann.

Abdeckung mit Pinienrinde. Auf dem Pflaster macht sich der Horn-Sauerklee breit.Abdeckung mit Pinienrinde. Auf dem Pflaster macht sich der Horn-Sauerklee breit.Was kann ich vorbeugend tun? Wenn der Topfrand tief genug ist, was auch beim Gießen hilfreich ist, kann man mineralisch, also  z.B. mit Splitt oder Bimskies oder wie ich meine, besser, mit Rindenmulch oder Pinienrinde ca. 3 cm 4 cm tief abdecken. Wächst dennoch noch einiger Zeit etwas, lassen sich die Pflänzchen wegen des lockeren Materials meist leichter herausziehen.  Weil Rindenmulch den Boden versauert und außerdem bei der Verrottung Nährstoffe verbraucht, wird meist empfohlen etwas nachzudüngen und je nach den Ansprüchen der Pflanze etwas Kalk zu geben. Meiner Meinung nach sieht das organische Material etwas schöner aus. Gleich, ob die mineralische oder die organische Lösung gewählt wurde,  muss das Material nach einigen Jahren erneuert werden, da Horn–Sauerklee und Co. den Kampf  neu aufnehmen werden und ihn auf jeden Fall gewinnen werden.

Eine Alternative wäre eine bodendeckende Unterpflanzung, die den Kübelplfanzen nicht zu sehr das Futter streitig macht. Daran habe ich mich noch nicht herangetraut, weil ich die Sorge haben, den Teufel mit Beelzebub auszutreiben. Vielleicht haben Sie, liebe Leserinnen und Leser hierzu Tipps. Darüber würde ich mich freuen.

Die Regenlilie (Habranthus robustus) im Topf der EngelsltrompeteDie Regenlilie (Habranthus robustus) im Topf der EngelsltrompeteImmerhin kann ich aber ein Beispiel für eine blühende Unterpflanzung liefern, die hübsch und langlebig ist und gut mit mediiterranen Pflanzen harmoniert, die man im Winter in einem geschützten Raum unterbringen kann. Das Beikrautproblem wir dadurch allerdings nicht gelöst.  

Es handelt sich um eine Zwiebelpflanze, Habranthus robustus, auf Deutsch heißt sie meist Regenlilie. Sie läuft im Handel auch unter der Bezeichnung Zephyranthes robustus. Tatsächlich ist das südamerikanische Amaryllisgewächs mit der Gattung Zyphyranthes verwandt, deren Arten allerdings, soweit ich sehe, in Deutschland kaum im Handel zu bekommen sind. Die Pflanze bleibt mit ca. 20 cm niedrig, was im Topf als Unterpflanzung wichtig ist, und hat 5 cm große, rosafarbene Amaryllis-ähnliche Blüten,  die nach oben und zur Seite blicken.  Die Blüten erscheinen einzeln, aber die Pflanze bringt schubweise von Juni bis September neue Blüten. Die wenigen riemenförmigen Blätter erscheinen kurz vor der Blüte, sind aber jetzt im Januar im Winterquartier noch grün und kräftig.

Vor Jahren muss ich wohl ein oder zwei  Habranthuszwiebeln  bei einer Brugmansie (Engelstrompete) in den Kübel gesteckt haben, woran ich mich nicht mehr erinner kann. Seitdem erscheint und blüht die Pflanze jedes Die Regenlilie blüht im Jahr der Pflanzung im Topf der Zitrone (leider unscharfes Foto)Die Regenlilie blüht im Jahr der Pflanzung im Topf der Zitrone (leider unscharfes Foto)Jahr neu und lässt sich auch von einem Farn, der sich daneben angesiedelt hat, nicht verdrängen. Immer wieder bin ich überrascht, wen sich plötzlich die schöne Blüte zeigt. In diesem Frühjahr habe ich mehrere Zwiebelchen bei einer Zitrone (citrus ‚Meyeri‘), die ich neu gekauft hatte, in die lehmige Erde gegeben. Auch hier haben schon einige Pflänzchen geblüht. Die Zitrone hatte ich noch  in dem Topf belassen, in dem ich sie gekauft. hatte (Von Gießrand keine Spur).

Es heißt, dass Habranthus lockere, kiesige Erde braucht. In beiden meiner Töpfe ist die Erde ziemlich fest und schwer.  Ich glaube daher, dass man diese Unterpflanzung bei mediterranen Topfpflanzen immer dann empfehlen kann, wenn sie im Topf genügend Sonne genißen können. In den Töpfen meiner Passionsblumen, deren Ranken von unten an belaubt sind, trieb Habranthus zwar Blätter, aber keine  Blüten, was ich mir eigentlich hätte denken können. 

 

Bezugsquelle: 

Peter Nyssen, NL, https://www.peternyssen.com/de/spring-planting.html

 Literatur:

Zum Horn-Sauerklee schöner vertiefender Artikel mit Foto: https://www.borbeck.de/blog-details/manche-gärtner-haben-ihn-zum-fressen-gern.html

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